Lernen mit Spaß und Motivation

Unter diesem Motto präsentiert das "pia kolleg für pta" auch 2010 das erfolgreiche Seminar-Konzept für die PTA.

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Ehrenamtlich Tätig im Bereich PTA-Fortbildung

pia sprach mit Martina Pfister, 43, als PTA tätig in der Hubertus Apotheke in Baindt, bei Ravensburg.



Warum haben Sie sich für den Beruf der PTA entschieden?
Das war eher Zufall. Eigentlich wollte ich Krankenschwester werden. Es war jedoch damals schwierig eine Lehrstelle als Lernschwester zu bekommen. Die Berufsberatung machte mich auf den PTA-Beruf aufmerksam. Apotheken haben auf mich seit jeher eine große Ruhe ausgestrahlt, alle waren so freundlich in ihren weißen Kitteln, es roch gut nach Medizin, war sauber und ordentlich- da wollte ich gerne arbeiten. In Biberach bekam ich einen Platz an der PTA Schule, doch zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch immer nicht, was es in diesem Beruf zu tun gibt, außer Schubladen aufziehen.


Welche Vorstellungen hatten Sie von diesem Beruf und wurden diese erfüllt?
Alles ist sauber und korrekt in der Apotheke- das gefiel mir. Sauber ist es allerdings nur, weil dauernd geputzt wird! Den Lehrlingen muss man häufig erklären, wie wichtig genaues Arbeiten ist, denn wenn nur ein Buchstabe falsch geschrieben ist, findet man ein Medikament nie wieder.


Welche Stationen gab es auf Ihrem beruflichen Weg?
Es gab mehrere Stationen, da ich häufiger gewechselt habe. Das lag vor allem daran, dass ich als junger Mensch sehr wissbegierig war und in jeder Apotheke lernt man viel Neues dazu. Ich habe auch schon überlegt, ob der Außendienst oder ein Job bei der Krankenkasse etwas für mich wären. Doch ich glaube, ich bin nur in der Apotheke richtig glücklich und zufrieden!


Sie organisieren seit über 10 Jahren ehrenamtlich Fortbildungen für PTA in Ravensburg und Umgebung. Wie kam es dazu?
Angefangen hat alles als Stammtisch. Der BVPTA organisierte bereits Stammtische in mehreren Regionen, allerdings keinen in unserer Nähe. So kamen meine Freundin Renate Schaal und ich darauf, selbst aktiv zu werden. Da es im beruflichen Alltag häufig wenig Raum für persönliche Weiterbildung gibt, ist es mein Bestreben, in entspannter Atmosphäre aktuelle Themen von Referenten vortragen zu lassen und den PTA die Gelegenheit zu geben, sich auszutauschen und Fragen zu stellen.


Wie laufen die Fortbildungen genau ab, welche Themen gibt es?
Die Fortbildungen finden etwa sechs Mal im Jahr in Ravensburg und Umgebung statt. Ein Thema ist aktuell die Erkältungsberatung. Wie komme ich mit dem Kunden ins Gespräch wenn er zum Beispiel mit einem Antibiotikumrezept zu mir kommt.
Im Februar organisiere ich eine Fortbildung zum Thema Hämorrhoiden. Hierin bekommen die PTA Produktinfos und -schulungen und Tipps für die gezielte Beratung von freien Referenten, die sich bei den Pharmafirmen bewerben oder vorgeschlagen werden.


Was ist Ihr Aufgabenbereich in der Apotheke?
Seit 6 Jahren bin ich nun in der Hubertus Apotheke, der Unterstützung meines dortigen Chefs habe ich es zu verdanken, dass die Fortbildungen so erfolgreich sind und ich sie überhaupt auf die Beine stellen kann. Wir sind zwar eine kleine Landapotheke, bieten unseren Kunden jedoch viele Aktionen rund ums Jahr an, wie z.B. Venen-, Knochendichte- und Cholesterinspiegelmessen. In den letzten Jahren wurde das Arbeitsgebiet immer vielfältiger, da in den Praxen weniger beraten wird und jährlich zig neue Medikamente auf den Markt kommen, mit denen man sich auseinander setzen muss. Daher ist Fortbildung eben auch so ein wichtiges Thema, man hört eben als PTA auch nie auf zu lernen.


Sicher ist es wichtig, dass Sie immer auf dem neuesten Stand sind. Wie halten Sie sich fachlich auf dem Laufenden, gehen Sie zu Fortbildungen?
Na klar, ich gehe jedes Jahr zur Interpharm und Besuche Fortbildungen in unserer Nähe, unser Chef unterstützt unser Team dabei.


Welche Veränderungen des Berufsbild PTA konnten Sie insbesondere durch die PTA-Fortbildungen in den vergangenen Jahren beobachten?
Früher kam der Kunde in die Apotheke, überreichte der PTA sein Rezept und diese händigte ihm lediglich das Präparate aus, ohne weitere Beratung. Dies hat sich im Laufe der Jahre komplett gewandelt. Heute finden Beratung und Erklärungen der Präparate nicht mehr beim Arzt sondern in der Hauptsache am HV statt.
Die jungen Leute, die von der PTA Schule kommen, sind heute auch viel offener. Als ich meinen ersten Kunden bedient habe, wäre ich vor Aufregung beinahe im Erdboden versunken.


Was ist das Tolle an Ihrem Beruf?
Das Tolle ist der Kundenkontakt.
Es ist schön, wenn von den Kunden ein tolles Feedback kommt, wenn sie sich für eine gute Beratung bedanken. Ich freue mich auch, dass mich viele PTA kennen, egal zu welcher Messe oder Fortbildung ich komme. Ich würde mich immer wieder für diesen Beruf entscheiden!






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