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Der Quoten-PTA

pia sprach mit Oliver Coordes, 39, als PTA tätig in der Hirsch Apotheke in Bremen.



Sind Sie der einzige männl. PTA in Ihrer Apotheke?
Ein-, zwei Jahre war ich hier „allein unter Frauen“, jetzt habe ich noch einen Kollegen hier und einen weiteren in unserer Innenstadt-Filiale - ich bin also kein Quoten-Mann.



Warum haben Sie sich für den Beruf des PTA entschieden?
Meine Mutter ist PTA, somit war ich von klein auf mit dem Beruf vertraut. Meine Schwester und ich durften sie oft besuchen und wir waren beide fasziniert von den vielen Schubladen und all den interessanten Dingen, die es in der Apotheke gab. Dennoch habe ich zunächst eine Lehre als Groß- und Außenhandelskaufmann abgeschlossen und anschließend in diesem Beruf gearbeitet. Vor 12 Jahren wurde ich via Umschulung zum PTA, im Februar sind es 11 Jahre, die ich nun in diesem Beruf arbeite.



Welche Vorstellungen hatten Sie von diesem Beruf und wurden diese erfüllt?
Ich habe schnell realisiert, dass die Arbeit am Schreibtisch und der ganze Papierkram nicht meine Erfüllung sind, ich wollte lieber mit Menschen zu tun haben. Ausschlaggebend war eine Zeitungsanzeige von der PTA Schule. Sie brachte mich auf den Gedanken, eine Ausbildung zum Apothekenhelfer zu machen, wie es damals hieß. Und so bin ich mit 26 Jahren noch mal zur Schule gegangen. Ich fand die Möglichkeiten toll, die sich in diesem Beruf boten und die vielfältigen Tätigkeitsbereiche vom HV bis hin zur Rezeptur. Aber die Schule verlangte mir doch einiges ab, vor allem die Fächer Chemie, Biologie und Botanik waren sehr umfangreich. Doch es hat sich gelohnt, ich habe den Wechsel nie bereut und freue mich jeden Tag aufs Neue, in diesem Job arbeiten zu können!



Welche Stationen gab es auf Ihrem beruflichen Weg?
Ich war schon in mehreren Apotheken tätig und konnte vielfältige Erfahrungen sammeln. Bereits während meiner Ausbildung konnte ich samstags und in den Ferien nebenberuflich in einer Apotheke arbeiten, dabei habe ich sehr viel über die ganze Materie gelernt, was mir bei meiner Ausbildung zugute kam. Diese Apotheke versorgte eine Hautklinik, so konnte ich mir die Herstellung von Salben als Defektur in großem Umfang aneignen. In meiner nächsten Apotheke habe ich Schwerpunktmäßig Paenterale Ernährung hergestellt, zum Beispiel für Krebspatienten oder früh geborene Kinder. Danach wechselte ich vom Land in eine Innenstadtapotheke nach Oldenburg. Hier gab es viel Kundenverkehr und es wurden zwei Krankenhäuser mitversorgt. Ich habe hier die Defekturen und den Wareneingang betreut und von meinem Chef viel über den Umgang mit Menschen im Allgemeinen und den mit Kollegen und Kunden im Speziellen gelernt. Im Nachhinein glaube ich, hatte ich sehr viel Glück auf meinem beruflichen Lebensweg.



Was ist Ihr Aufgabenbereich in der Hirsch Apotheke?
Seit 2000 arbeite ich hier in Bremen. Mein Tätigkeitsbereich ist ganz vielfältig, häufig und sehr gerne arbeite ich am HV, bediene und berate die Kunden. Sowohl in der kleinen Filiale im Stadtteil-Viertel, die vor allem von Stammkunden besucht wird, als auch in der großen Filiale im Zentrum von Bremen, die hauptsächlich von Laufkunden besucht wird.



Wie muss man sich Ihre Arbeit genau vorstellen?
Einen Tag in der Woche bin ich in der Mischbeutel Abteilung tätig, stelle also Paenterale Ernährung her. Für unsere kleine Filiale bin ich für den Einkauf zuständig, habe also auch viel Kontakt mit dem Außendienst. Das schöne dabei ist, dass ich sehr viel Entscheidungsfreiheit habe, auch hinsichtlich neuer Angebote.



Sicher ist es wichtig, dass Sie immer auf dem neuesten Stand sind. Wie halten Sie sich fachlich auf dem Laufenden, gehen Sie zu Fortbildungen?
Im Juni 2005 habe ich eine Fortbildung zur Fach- PTA für Dermo-Pharmazie und kosmetische Beratung abgeschlossen. Schulungen und Fortbildungen werden uns regelmäßig angeboten, häufig gibt es hausinterne Schulungen, das ist meines Erachtens auch ganz wichtig, um immer auf dem neuesten Stand zu sein und die Kunden umfassend beraten zu können. Ich bin sehr froh, dass unser Chef uns dies alles ermöglicht. Daneben halte ich mich durch Fachzeitschriften auf dem Laufenden.



Was ist das Tolle an Ihrem Beruf?
Es ist kein Tag wie der andere, jeder Tag ist eine neue Herausforderung, und es passieren viele unvorhersehbare Dinge. Das macht den Beruf so besonders.



Herr Coordes, wir danken Ihnen für das Gespräch!






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Viel Spaß wünscht Ihre pia-Redaktion

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