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"Traumjob PTA"

Melanie Münch & Jaqueline Wendlandt



In Teil 1 der neuen pia-Reihe „Traumjob PTA“ stellen wir Ihnen Melanie Münch und Jaqueline Wendlandt vor, die im September ihre erste Stelle als PTA angetreten haben. Die beiden lernten sich während ihrer PTA Ausbildung kennen und sind seither unzertrennlich. Warum sie erst über Umwege zu ihrem Traumberuf fanden, welche Herausforderungen ihr Alltag birgt und was ihre Ziele sind, erzählen sie hier.



pia: Frau Münch, Sie haben bei „pia“ angerufen, um ihre Freundin zu überraschen, weil diese den besten Abschluss der PTA-Schule gemacht hat.
Melanie Münch: Ja, Jaqueline hat jede Prüfung mit „1 plus“ bestanden und das sollten alle erfahren!

pia: Tolle Idee! Wie haben Sie sich denn kennen gelernt und warum sind Sie PTA geworden?
Melanie Münch: Wir haben uns an der PTA Schule kennen gelernt und es hat sofort „gefunkt“. Ich habe zuvor Sozialwissenschaften studiert, aber schon als Kind war ich gerne in Apotheken und hatte immer den Wunsch dort zu arbeiten, vielleicht weil mein Onkel Arzt ist. Das hat mich nie losgelassen, darum habe ich mir den Wunsch erfüllt. Die PTA-Ausbildung war ziemlich anstrengend aber ich bin froh, dass ich es gemacht habe. Jaqueline lebt auch in Berlin, wir telefonieren oft und versuchen uns mindestens einmal im Monat zu sehen!

pia: Was sind Ihrer Meinung nach die positiven und was die negativen Seiten am PTA-Beruf? Wo sehen Sie Probleme?
Melanie Münch: Negativ: Lange Arbeitszeiten, das lange Stehen  (Stützstrümpfe sind von Vorteil), man muss viel reden und manche Sätze sehr häufig wiederholen.
Dennoch überwiegt die Freude am Beruf. Wenn ich Zeit habe bin ich gerne für den Kunden da. Das befriedigt mich, denn es ist ein schönes Gefühl helfen zu können. Das Verkaufen ist nicht immer einfach, aber ich gewöhne mich daran. Beratungsgespräche machen mir Spaß, wenn ich den Kunden Tipps geben kann, sind sie sehr dankbar.
Allerdings gibt es auch wirklich nervige Kunden, die wollen ständig Zugaben und Proben und werden oft richtig zudringlich. Selbst auf Rezepte wollen manche Rabatte: „Wenn nicht gehe ich zu DocMorris“ heißt es dann. Es gibt schon ein Bonussystem, aber selbst über die Prämien beschweren sich die Leute.
Was ich kritisch sehe sind die Apotheken-Ketten, hoffentlich nimmt das nicht weiter zu- unsere Verkaufszahlen sollten nicht noch mehr sinken.

pia: Was sind Ihre Ziele?
Melanie Münch: Ich habe mich auf Kompressionsstrümpfe spezialisiert und möchte mich gerne in der Rezeptur weiter bilden.
Da der Verdienst eher gering ist, könnte ich mir eine Kombi-Tätigkeit vorstellen: Als PTA-Redakteurin etwas dazu zu verdienen würde mir Spaß machen.



pia: Frau Wendlandt, erst einmal herzlichen Glückwunsch zu ihrem super Abschluss und gleich die Frage: Wie kamen Sie zum PTA-Beruf?
Jaqueline Wendlandt: Ähnlich wie Melanie habe ich einen Hang zu Berufen die mit Reinlichkeit und Weiß zu tun haben. Ursprünglich habe ich Fachangestellte für Medien und Informationsdienste Schwerpunkt Bibliotheken gelernt. Öffentlicher Dienst, uff. Danach besaß ich eine Videothek und hier lernte ich eine Freundin kennen, die gerade ihre PTA-Ausbildung absolvierte- das war die Initialzündung. 2006 begann ich an der Bernd Blindow Schule in Berlin die PTA-Ausbildung und habe hier Melanie kennen gelernt- wir waren vom ersten Tag an unzertrennlich.

pia: Seit September sind Sie PTA. Was gefällt Ihnen an Ihrem neuen Beruf gut, was weniger gut?
Jaqueline Wendlandt: Es ist ein großes Gefühl der Befriedigung, wenn man positives Feedback vom Kunden bekommt, wenn man helfen und neue Wege aufzeigen kann- gerade wenn jemand am Anfang einer Krankheit steht.
Frustrierend ist die bürokratische Seite die einem erschwert den Beruf auszuüben, die Leute müssen ja oft schon genug Leid ertragen, dann muss man aber dennoch den ganzen Sermon wieder erklären und das sorgt für Frust auf beiden Seiten. Wir sind ja der Prellbock weil wir das Gesundheitswesen praktizieren. Das ist sehr unangenehm, die Leute werden manchmal auch persönlich und ausfallend und damit muss man erstmal klar kommen.

pia: Was sind Ihre beruflichen Ziele?
Jaqueline Wendlandt: Ich trage soviel Idealismus in mir, das ist zuweilen erschütternd, denn ich verliere täglich ein Stück davon und es sind bittere Erfahrungen wenn sich das dann nicht erfüllt.
Ich würde gerne noch Pharmazie studieren, um mein Wissen zu vertiefen. Werde jetzt zunächst Erfahrung in der Praxis sammeln, bei den Menschen sein und mein heiß geliebtes Wissen anwenden.

pia: Haben Sie einen Tipp an Ihre Kollegen, wenn es mal nicht so gut läuft?

Jaqueline Wendlandt: Sich jeden Tag aufs Neue fragen warum man es macht, sich selbst motivieren, immer dran bleiben und viel lesen. Weiterbildung ist unverzichtbar, das gibt neue Impulse!

An Melanie bewundere ich Ihre große Stärke, sie ist selbstbewusst, mutig, sehr ehrlich und gibt nie auf, auch wenn es schwierig wird.
Es ist ein großes Geschenk für uns beide, dass wir uns kennen lernen durften und uns begleiten können. Melanie, du bist ein ganz wertvoller Mensch!






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