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So lautet auch 2014 das Motto des "pia kolleg für pta". Wann sind Sie dabei?

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Eine PTA auf hoher See

Schiff ahoi!

Zwei Wochen auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten- das ist ein Traum, sagt Jutta Paffenholz. Wie es überhaupt dazu kam, erzählt sie im pia exclusiv-Interview.

Jutta Paffenholz, Jahrgang 1983, ist seit 2005 PTA und arbeitet seither in der Syring Apotheke in Köln.

Frau Paffenholz, Sie hatten vorübergehend einen ganz besonderen Arbeitsplatz - stimmt’s?
Ja, ich durfte zwei Wochen lang auf der MS Astor arbeiten, einem mittleren, bis kleinen Kreuzfahrtschiff für etwa 500 Passagiere. Ich fand es trotzdem riesig!

Wie kamen Sie auf die Idee, an Bord der MS Astor anzuheuern?
Ich war im Frühjahr 2008 mit dem „pia kolleg für pta“ in Portugal. Dort habe ich durch eine Referentin, die als Apothekerin auch mit an Bord war, von der BR-Vital Gesundheitskreuzfahrt erfahren, und davon, dass man sich als PTA für diese jährliche Kreuzfahrt bewerben kann. Dann las ich den Aufruf in der DAZ und schickte direkt meine Bewerbung los.

Wie müssen wir uns das Auswahlverfahren vorstellen?
Ich habe im Juli 2009 eine Bewerbung an den Bayrischen Rundfunk, den Organisator der Reise  geschrieben und wurde zu einem Vorstellungsgespräch nach München eingeladen. Dort fand mit circa 15 anderen PTA eine Führung durch den Bayerischen Rundfunk  in München statt. Anschließend gab es ein gemeinsames Essen und eine Gesprächsrunde. Dann ging’s wieder nach Hause.

Wie war es, als Sie die Nachricht bekommen haben, dass sie dabei sind?
Ich habe gleich am nächsten Tag einen Anruf in  der Apotheke bekommen und erfahren dass ich dabei bin. Ich habe zuerst laut geschrien und dann vor Freude ein paar Tränen vergossen. Alle meine Kolleginnen haben sich sehr mit mir gefreut
und meine Großeltern haben leckeren Kuchen in die Apotheke gebracht, den haben wir dann mit dem Team gegessen

Wie hat ihre Chefin reagiert?
Meine Chefin hat sich natürlich auch sehr gefreut. Sie hatte zu meiner Bewerbung auch ein kleines Anschreiben beigelegt was ich sehr, sehr nett fand!

Wie lange waren Sie unterwegs?
Die große Reise startete am 01.02.2009 in München. Von hier flog ich nach Johannisburg und von dort weiter nach Durban. Dort haben wir am 02.02.2009 die MS Astor bestiegen. Geendet hat die Kreuzfahrt am 16.02.2009 in Kenia, Mombasa.

Waren Sie vor dem Start sehr aufgeregt?
Ja, natürlich! Zum Glück war ich nicht alleine- neben mir wurde noch eine zweite PTA ausgewählt, ihr Name ist Christine. Wir haben vor der Abreise ziemlich oft miteinander telefoniert!

Was haben Sie für die Reise eingepackt?
Wir hatten keine Anweisungen darüber dass wir etwas Besonderes mitnehmen sollen, oder irgendetwas nicht mitnehmen dürfen. Außer langärmelige Sachen, da die Orte die angefahren wurden, teilweise muslimisch geprägt waren.

Wie waren Sie auf der MS-Astor untergebracht, wie war die Arbeit an Bord und wie schmeckte das Essen?
Christine und ich haben eine Innenkabine bewohnt, die sehr klein war. Da wir aber eigentlich nur zum Schlafen in der Kabine waren war das ok.
Unsere Arbeitszeiten waren super: wir mussten nur an den Seetagen arbeiten und dann auch meistens nur vormittags. Zu unseren Aufgaben gehörte es, bei den Passagieren Cholesterin-, Blutzucker-, Blutdruck- und zwei weitere Leberwerte zu überprüfen. Außerdem haben wir die Eigenschutzzeit der Haut gegenüber der Sonne bestimmt, Handmassage gemacht und bei einem Vortrag über Gewürze geholfen. Unsere Messungen haben wir in der medizinischen Abteilung des Schiffes durchgeführt. Sowohl die Kollegen vom BR als auch die Crew waren super nett. Und alles in Allem haben wir uns nicht überarbeitet
Die Verpflegung war sehr, sehr lecker! Wir konnten mit dem Team vom BR und den anderen Passagieren gemeinsam an den Mahlzeiten teilnehmen.

Sicher gab es auch Freizeit, wie haben Sie diese genutzt?
In unserer Freizeit an den Seetagen haben wir in der Regel die Sonne genossen.
An den Tagen an denen wir an Land waren, haben wir meistens Ausflüge gemacht. Wir konnten uns frei bewegen und unsere Freizeit so gestalten wie wir wollten. Das war super, da wir so unheimlich viel gesehen haben.

Welche Route fuhr das Schiff?
Gestartet sind wir in Durban von dort ging es nach Reunion, was wir aber leider aufgrund eines enormen Sturms nicht anfahren konnten. Deshalb haben wir direkt unser zweites Ziel Mauritius angefahren. Von dort ging es nach Madagaskar, Mayotte, Comoros, Tansania (Daressalam), Sansibar und schließlich nach Kenia.

Würden Sie es wieder tun?

Ich würde so etwas jederzeit wieder tun, es war einfach eine super tolle Zeit auf dem Schiff. Wir hatten super viel Spaß und es war mal etwas ganz Besonderes, auf hoher See zu arbeiten, eine echte Abwechslung, da es natürlich ganz anders war, als in der Apotheke. Da ich ohnehin sehr gerne reise, fand ich das Ganze super toll! 

Was raten Sie Kolleg/Innen, die etwas derartiges auch gern erleben möchten?
Sie sollten sich einfach erkundigen, ob und wann es so etwas wieder gibt. Bei der Bewerbung sollten Sie darauf achten, dass sie nicht nur ein stupides Schreiben sondern etwas witziges, innovatives abschicken. Es gab wohl, als ich mich beworben habe, ganz viele super kreative Bewerbungen!
Generell ist es sicher gut, wenn man einfach mal Augen und Ohren offen hält, und schaut, was man als PTA alles tun kann, außer in der Apotheke.






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Viel Spaß wünscht Ihre pia-Redaktion

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